Katharina J. Ferner
lebt als Poetin und Performerin in Salzburg; Redaktionsmitglied mehrerer Literaturzeitschriften. 2017 Stadtschreiberin in Hausach. 2019 Lyrikstipendium am Schriftstellerhaus Stuttgart. Sie schreibt unter dem Titel „Ferner dichtet“ für die Salzburger Krone wöchentlich Poesie. Gemeinsam mit dem Fotografen Mark-Daniel Prohaska widmet sie sich im Filmprojekt „Homeage“ literarischen Straßennamen in Salzburg und beliest diese mit Texten zeitgenössischer Autor*innen. Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettlesen 2021. Gemeinsam mit Kalinka Kalaschnikow Veranstalterin der Lesereihe „das nackte Wort“. Jüngste Veröffentlichung krötentage, Gedichte, 2022. krötentage
Kaum eine andere Lyrikgattung reicht weiter in die Literaturgeschichte zurück als Liebeslyrik – die Liebe war immer schon wundervoll, verwirrend, verstörend, vernichtend, der Literarisierung wert. Denn wie vielseitig ist Liebe, wie komplex!
All diese Facetten finden sich in Katharina J. Ferners krötentage wieder. Menschen verlieben sich, sie sehnen sich nacheinander, es wird geküsst, geschmust, gestreichelt, körperlich geliebt mit einer Sinnlichkeit, die sich buchstäblich auf den/die Lesende*n überträgt; es gibt Erfüllung, Miteinander, Alltag, natürlich schmerzliche Trennungen, Liebe endet ja auch wieder. Und Liebe kratzt an der Oberfläche, bis es blutet, diese Grenzerfahrungen bringen das Element von Gewalt und existenzieller Verletzlichkeit ins Spiel.
Und als wäre das noch nicht genug, breitet Katharina J. Ferner leichthändig ihr ganzes sprachliches Können aus, gefühlvollen Dialekt, überraschende Reime und Bildebenen,
Wortspiele à la Jandl – Mehrfachlektüre wird unbedingt empfohlen!
Foto © Daniel Prohaska